Welche Gefahren bringt Starkregen mit sich?
Wenn sehr große Regenmengen in sehr kurzer Zeit fallen, kann es zu massiven Überflutungen kommen, die besonders in Siedlungsgebieten hohe Sach- und Personenschäden verursachen können. Starkregenniederschläge haben oft eine sehr geringe räumliche Ausdehnung, stellen aber dennoch ein schwer zu kalkulierendes Überschwemmungsrisiko dar, das für die Betroffenen sehr überraschend auftreten kann.

Durch Starkregen ausgelöste Überflutungen und Sturzfluten erfolgen kurzfristig und häufig mit einer extremen zerstörerischen Gewalt aufgrund sehr hoher Fließgeschwindigkeiten sowie kaum getroffener Schutzmaßnahmen. Oft Entstehen diese Überflutungen durch ansteigende eher kleine, häufig verrohrte Gewässer, die nahe an der Bebauung liegen und keinen Raum zur Ausbreitung haben, eine überlasteten Kanalisationen- die auf Normalregenereignisse ausgelegt ist-, oder unkontrolliert oberflächlich abfließendem Hangwasser. Rückhalteflächen sowie kleine Gräben sind dann schnell überlastet und es kommt zu massiven Überflutungen, Rückstau von Gerinnen und Bachläufen an Engstellen, Erosionsschäden sowie Beschädigungen von Straßen, Tiefgaragen, Kellern und Gebäuden.

Durch entstehende Sturzfluten werden große Mengen an Sediment und anderem Material transportiert, die zu enormen Ablagerungen führen und Abwasser- und Entwässerungssysteme wie Kanäle oder Straßengullys oder auch kleine Bäche verklausen und die Überschwemmungsgefahr zusätzlich steigern können. Besonders betroffen sind Gebäude und Straßen, die sich in Überschwemmungsgebieten, in Senken oder in Hanglagen befinden.

Durch einen Rückstau in der Kanalisation kann es bei einem Starkregen zu Kellerüberschwemmungen kommen. Durch Überschwemmungen kann Oberflächenwasser (z. B. über Kellerfenster oder Garageneinfahrten) oder ansteigendes Grundwasser von außen bzw. durch den Boden oder die Wände in tiefer liegende Bereiche eindringen. Bei längeren Starkregenereignissen sind, bei entsprechender Topographie, auch Hangrutschungen nicht ausgeschlossen. Oft bleibt nur sehr wenig Zeit, um sich selbst und andere in Sicherheit zu bringen oder gefährdeten Güter wie beispielsweise Gebäude, oder Fahrzeuge in Tiefgaragen zu schützen. Treten große Wassertiefen und/oder hohe Fließgeschwindigkeiten in sensiblen Bereichen auf (z.B. stark verbauten, urbanen Gebieten, Orten an denen Gefahrenstoffe lagern) geht von einem Starkregenereignis ein besonders hohes Risiko aus.






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