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Fachveranstaltung "Abwasser 21 - innovative Abwasserbeseitigungskonzepte im ländlichen Raum" erfolgreich durchgeführt
Am 11. Mai 2017 fand in Kooperation mit der DWA Landesverband Nord, dem Norddeutschen Wasserzentrum und den niedersächsischen kommunalen Spitzenverbänden die Fachveranstaltung "Abwasser 21" sowie die Prämierung der Wettbewerbsbeiträge zum Wettbewerb "Abwasser 21 - innovative Abwasserbeseitigungskonzepte im ländlichen Raum" im HammeForum in Ritterhude statt.

Über 60 interessierte TeilnehmerInnen, die sich überwiegend aus Vertretern von Unteren Wasserbehörden, Gemeinden, Verbänden, Wartungsfirmen, Herstellerfirmen, Ingenieurbüros und Forschungsinstituten zusammensetzten, hatten sich aus ganz Deutschland auf den Weg gemacht, sich alternativen Abwasserbeseitigungskonzepten im ländlichen Raum zu öffnen und von ersten Praxisprojekten zu lernen.



Teilnehmer





"In der heutigen Zeit, sei es gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum, der Auswirkungen des Klimawandels und der Endlichkeit und Schutzwürdigkeit von Ressourcen notwendig, sich neuen innovativen Ideen zu öffnen. Bereits Albert Einstein formulierte, dass man Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen kann, durch die sie entstanden sind", so Frau Dr. Flasche in ihrer Begrüßungsrede. Hierzu sollte die Veranstaltung „Abwasser 21“ mit Fachbeiträgen und Diskussionen maßgeblich beitragen.



Begrüßungsrede Frau Dr. Katrin Flasche, Geschäftsführerin der Kommunalen Umwelt-AktioN U.A.N.

Begrüßungsrede Frau Dr. Katrin Flasche, Geschäftsführerin der Kommunalen Umwelt-AktioN U.A.N.



Auch der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel begrüßte alle Anwesenden und erläuterte kurz, welche Herausforderungen im Bereich der Abwasserbeseitigung bestehen (demografischer Wandel, Mikroschadstoffe, Energiewende, Klärschlammverordnung, Phosphorrückgewinnung) und welche möglichen Entwicklungen und bundesweiten Vorgaben sich zukünftig in der kommunalen Aufgabe im Bereich der Abwasserbehandlung und -beseitigung abzeichnen werden.
"Um die Abwasserbeseitigung auch in Zukunft zu vertretbaren Kosten sowie umwelt- und ressourcenschonend anbieten zu können, sind hier frühzeitig neue Ansätze in das bestehende System zu integrieren", so Umweltminister Stefan Wenzel.

Die Eingangsfachvorträge zum Thema "Neuartige Sanitärsysteme" von Herrn Prof. Dr. Martin Oldenburg (Hochschule Ostwestfalen-Lippe) und "innovative Organisationskonzepte" von Herrn Olaf Schröder (Geschäftsführer Wasserverband Peine) stießen auf großes Interesse bei den TeilnehmerInnen.
Das „Umparken im Kopf“, wie es Frau Dr. Flasche von der Kommunalen Umwelt-Aktion in ihrer Begrüßungsrede so treffend formulierte, hatte bereits begonnen.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Auszeichnung der 5 besten Wettbewerbsbeiträge durch Umweltminister Stefan Wenzel. Die daran anschließende Vorstellung der prämierten Beiträge ermunterte das Fachpublikum zu einer angeregten und lebhaften Diskussion, wobei besonders der Beitrag "Unique Pee Suite kurz „ups“ oder Einmaltoilette" von Frau Eva-Maria Frei begeisterte.



Preisträger des Wettbewerbs „Abwasser 21 - innovative Abwasserbeseitigungskonzepte

Preisträger des Wettbewerbs „Abwasser 21 - innovative Abwasserbeseitigungskonzepte" der Kommunalen Umwelt-AktioN U.A.N. gemeinsam mit dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel (v. l. Dr. Jutta Niederste-Hollenberg (Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung), Andrea Albold (OtterWasser GmbH), Ehlke Ubben (Stadt Aurich), Stefan Wenzel (niedersächsischer Umweltminister), Eva-Maria Frei, Stefan Böttger (Tilia GmbH))



Die Einordnung der neuen Ansätze und Beispiele für die kommunale Praxis durch Herrn Prof. Martin Oldenburg, die Vorstellung der neuen Internetseite „Informationspool Abwasser 21“ von Frau Kathrin Panckow und einige kräftige Sonnenstrahlen rundeten das Programm der Fachveranstaltung und diesen erkenntnisreichen Tag ab.

Im abschließenden Fazit stellte Frau Dr. Flasche fest, dass die Abwasserbeseitigung vielfältiger ist als gedacht. Es gibt nicht nur zentrale oder dezentrale Systeme, end-of-pipe-Technologie oder Kanäle, die Schwarzwasser transportieren, sondern die Systeme können kombiniert werden und durch die Gestaltung der Abwasserbeseitigung können Energiepflanzen produziert und die Ressource Wasser geschont werden.

Es wurde deutlich, dass die Abwasserbeseitigung nicht isoliert zu betrachten ist, sondern dass sie eingebunden und verbunden ist mit Organisationssystemen, Kostenmodellen, Ressourcenverbrauch oder -effizienz und Bürgerakzeptanz.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Frau Dr. Flasche nochmals allen TeilnehmerInnen des Wettbewerbs und der Jury, den Referenten, Kooperationspartnern des Wettbewerbs, dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und den Teilnehmern der Veranstaltung, ohne die diese Fachveranstaltung und das "Umparken im Kopf" nicht hätte stattfinden können.



Gruppenbild Preisträger, Jury, Träger

Träger, Preisträger und Jurymitglieder des Wettbewerbs "Abwasser 21"



Das komplette Tagungsprogramm im Überblick finden Sie hier:

Tagungsprogramm


Wenn Sie Interesse an einem der Vorträge haben, melden Sie sich bitte bei uns (0511/30285-63 oder panckow@uan.de).